Um was geht es hier?
Es
geht um eine Maschine, die ein normales
Klavier oder einen Konzertflügel wie von Geisterhand erklingen lassen
kann. Dieses kann durch ein Computerprogramm (Player) oder durch
eine live gespielte Klaviatur (Masterkeyboard) geschehen – in jedem
Fall aber über eine Datenanbindung MIDI (Musical Instrument Digital
Interface)
Diese Maschine ist also ein mechatronischer Pianist, der mit
88 Fingern Klavier spielt.
Schwache elektrische
Steuerimpulse müssen hierzu in kraftvolle (manchmal aber auch sehr
zarte) mechanische Energie, die die Tasten und Filzhämmer eines
Pianos bewegen, umgesetzt werden. Nebengeräusche sollen dabei
möglichst vermieden werden. Im Idealfall sollte ein Zuhörer, wenn er
die Augen schließt, die Illusion haben, es säße ein guter Pianist am
Klavier und spiele live. Jeder der schon einmal ein Klavier gespielt
hat weiß, welche Kraft, welches Feingefühl aber auch welche
Fingerfertigkeit beim Spielen notwendig sind.
Der mechatronische Pianist ist ein ausgeklügeltes System aus Mechanik und
Elektronik mit dem Schwerpunkt Software.
Die Maschine realisiert
eine digitale Schnittstelle (MIDI)
für ein
"Standard-Klavier" und bietet dynamisches Klavierspiel auf hohem Niveau.
Zusätzlich stehen viele
Möglichkeiten der Digitaltechnik: Spielhilfen, Transponieren,
Dynamikanpassungen etc., auf einem akustischen Klavier in
Echtzeit zur Verfügung.
Der Begriff Mechatronik (Mechanical Engineering-Electronic
Engineering) ist ein Kunstwort. Die Mechatronik beschäftigt sich
interdisziplinär mit dem Zusammenwirken mechanischer, elektronischer
und informationstechnischer Elemente und Module in mechatronischen
Systemen.
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