Kurzportrait


Um was geht es hier?

Es geht um eine Maschine, die ein normales Klavier oder einen Konzertflügel wie von Geisterhand erklingen lassen kann. Dieses kann durch ein Computerprogramm (Player) oder durch eine live gespielte Klaviatur (Masterkeyboard) geschehen – in jedem Fall aber über eine Datenanbindung MIDI (Musical Instrument Digital Interface)

Diese Maschine ist also ein mechatronischer Pianist, der mit 88 Fingern Klavier spielt.

Schwache elektrische Steuerimpulse müssen hierzu in kraftvolle (manchmal aber auch sehr zarte) mechanische Energie, die die Tasten und Filzhämmer eines Pianos bewegen, umgesetzt werden. Nebengeräusche sollen dabei möglichst vermieden werden. Im Idealfall sollte ein Zuhörer, wenn er die Augen schließt, die Illusion haben, es säße ein guter Pianist am Klavier und spiele live. Jeder der schon einmal ein Klavier gespielt hat weiß, welche Kraft, welches Feingefühl aber auch welche Fingerfertigkeit beim Spielen notwendig sind.

Der mechatronische [1] Pianist ist ein ausgeklügeltes System aus Mechanik und Elektronik mit dem Schwerpunkt Software. Die Maschine realisiert eine digitale Schnittstelle (MIDI) für ein "Standard-Klavier" und bietet dynamisches Klavierspiel auf hohem Niveau. 

Zusätzlich stehen viele Möglichkeiten der Digitaltechnik: Spielhilfen, Transponieren, Dynamikanpassungen etc., auf einem akustischen Klavier in Echtzeit zur Verfügung.

[1] Der Begriff Mechatronik (Mechanical Engineering-Electronic Engineering) ist ein Kunstwort. Die Mechatronik beschäftigt sich interdisziplinär mit dem Zusammenwirken mechanischer, elektronischer und informationstechnischer Elemente und Module in mechatronischen Systemen.